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Eröffnungsprogramm
der Ausstellungen NOMADEN IN DEN
AMERIKAS und VON WIEN NACH
BARRANQUILLA: Stationen der Flucht ins karibische Exil 1938/39 Aus Anlass der internationalen Konferenz >>
Nomadismus und mobile Lebensformen in den Amerikas Dienstag,
14. Februar 2012, 18 Uhr Haus
der Begegnung Leopoldstadt, Großer Saal Praterstern 1, 1020 Wien Eintritt frei – Entrada gratuita – Free admission Außerdem starten um 13.30 die >> (kostenlosen) Stadtführungen
zum Schwerpunkt „Nomaden und Wien“
Eröffnungsreden Dr. Erhard Chvojka Direktor der VHS Wiener
Urania Exzellenz Dr. Juan Carlos Marsan
Aguilera Botschafter der Republik Kuba Exzellenz Yago Pico de Coana y de
Valicourt Botschafter des Königreichs
Spanien Exzellenz Dr. Alejandro Díaz y Pérez Duarte Botschafter der Vereinigten
Staaten von Mexiko Exzellenz Alí de Jesús Uzcategui Duque Botschafter der
Bolivarischen Republik Venezuela Ass.-Prof. Dr.a Ulla Kriebernegg Center for Inter-American
Studies, Karl-Franzens-Universität Graz Mag.a
Nina Hochleitner Direktorin des Wiener Bundesgymnasiums Stubenbastei Dr.
Christian Cwik Vorsitzender des Forschungs- und Kulturvereins für Kontinentalamerika
und die Karibik Festvortrag >> Atlantikkreolen: Nomaden des Meeres Univ.-Prof.
Dr. Michael Zeuske Abteilung für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte des
Historischen Seminars, Universität zu Köln Buchpräsentation Jüdische
Migrationen in die Amerikas im 19. und 20. Jahrhundert
Filmpräsentation Englische
Version dt. UT
Zwischen 1934 und 1942 emigrierten 526 Österreicherinnen und Österreicher nach Kolumbien, das bereits zu Beginn der 1930er Jahre ein Zufluchtsort für Flüchtlinge des österreichischen Bürgerkriegs war. Der Großteil der Immigrantinnen und Immigranten bestand aus Jüdinnen und Juden, die nach dem „Anschluss“ Österreichs nach Südamerika auswanderten. Die meisten von ihnen erreichten Kolumbien über die Hafenstadt Barranquilla. Hier und in der Hauptstadt Bogotá fanden sie eine neue Heimat, gründeten Betriebe und bauten sich ihre Existenz wieder auf. Der Film erzählt von den persönlichen Schicksalen dieser Auswanderer anhand von Archivaufnahmen und aktuellen Interviews. 526 ist allen Österreicherinnen und Österreicher, die ihre Heimat verlassen mussten, und den vielen, denen dies nicht mehr gelang, gewidmet. Eröffnung der Ausstellungen Photoausstellung gemeinsam mit einer vertiefenden
Buchausstellung mit Neuerscheinungen von Marcus Wiener Publishers, Princeton,
USA Präsentation: Christian
Cwik Vorsitzender des Forschungs- und Kulturvereins für
Kontinentalamerika und die Karibik >> Von
Wien nach Barranquilla: Stationen der Flucht ins karibische Exil, 1938/39 Sonderausstellung gemeinsam mit der Sonderbuchausstellung
“Exil Amerika“ Präsentation: Susie
Steckerl de Schmulson Präsidentin der Vereinigung der hebräischen Damen von Barranquilla
Empfang Latin-Austrian
Fusion Lassen Sie sich mit Delikatessen aus Kontinentalamerika, der
Karibik und Österreich kulinarisch verwöhnen: ·
Erlesene Weine aus Österreich ·
Edler Rum aus Kuba ·
Feuriger Tequila aus Mexiko ·
Exquisite Köstlichkeiten der mexikanischen und
südamerikanischen Küche Darüber
hinaus haben Sie die einzigartige Möglichkeit, Wein direkt von den
Winzerinnen und Winzern aus dem Burgenland/Region Neusiedlersee zu erwerben –
und das mitten in Wien! Für das künstlerische Programm sorgt >> Hava
Nagila. Israelifolkdance Vienna
Photo credit: Wiener Volkshochschulen GmbH Moderation: Mag.a
Verena Bauer Forschungs- und Kulturverein für Kontinentalamerika und die
Karibik Mag.
Georg Schendl Forschungs- und Kulturverein für Kontinentalamerika und die
Karibik Übersetzungen: Lukas
Neißl Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung dieser
Veranstaltung bei:
Botschaft der Bolivarischen Republik von Venezuela Botschaft der Republik Argentinien Botschaft der Republik Kuba Botschaft der Vereinigten Staaten von Mexiko Pa‘ ti ya! >> Tin-Tan Tacobar.
Mexikanisches Restaurant und Cocktailbar >> Weingut Erwin und Sigrid
Lehner, Gols (Burgenland) >> Weingut Heiss, Illmitz
(Burgenland)
Bereits am Nachmittag des 14. Februar 2012 findet unter der
Leitung von Dr. Christian Cwik und in Begleitung der Shoah-Überlebenden Susie
Steckerl de Schmulson aus Barranquilla (Kolumbien) eine kombinierte Führung „Nomaden in Wien: Stätten mobiler Lebensformen
zwischen Donau und Donaukanal“ und „Die
jüdische Leopoldstadt 1938 – Orte der Erinnerung“ in englischer und
spanischer Sprache statt. Die Führung ist mit einer Dauer von 3 Stunden
angesetzt. Ausgangspunkt ist der Donauturm
mit seiner beeindruckenden Aussicht aus 170 (Restaurant) bzw. 155 Metern
(Aussichtsterrasse) auf die Donau und das Donautal mit ihren bewegten
Geschichten als Ort der Schifffahrt und Schauplatz zahlreicher Kriege, die
eine große Mobilität der Bevölkerung, v.a. von Soldaten verursachten. Die
Route führt uns durch den Donaupark
mit seinen Monumenten und Wegen, die dem Andenken amerikanischer und
karibischer Freiheitshelden und Fluchthelfer gewidmet sind, die 1979
fertiggestellte UNO-City (Vienna
International Center), in der mehr als 2.500 Beschäftigte aus über 100
Staaten der Erde arbeiten und die u.a. ein Büro des
UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) beherbergt, über die Donau zum
Mexikoplatz. Direkt an der Reichsbrücke im Bezirk Leopoldstadt liegt der Mexikoplatz, der geprägt durch seine
Lage an der Donau bis heute ein Treffpunkt von Menschen aus dem gesamten
Donauraum zwischen Deutschland und dem Schwarzen Meer ist. Seine
Schiffsanlegestellen haben zur Entwicklung der Gegend als
Schmuggelwarenumschlagplatz und Schwarzmarkt beigetragen. Wir besuchen hier
den Gedenkstein, der daran erinnert, dass im Jahr 1938 Mexiko als einziges
Land des amerikanischen Kontinents vor dem Völkerbund schriftlich Protest
gegen den Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich eingelegt hat. Diese
Einverleibung führte zur Vertreibung hundertausender Kinder, Frauen und
Männer aus Österreich, die meisten (ca. 65.000) waren Juden bzw. hatten
jüdische Vorfahren. Die nächste Station unserer Exkursion ist der Leopoldstädter Tempel und sein
Mahnmal in der Tempelgasse. Von hier aus begeben wir uns zum berühmten Nestroyhof. Einst ein Zentrum
jüdischer Kultur in Wien, war er von 1927-1938 Schauplatz der Jüdischen
Künstlerspiele. Der Nestroyhof wurde 1940 ein Opfer der Arisierungen. Heute
beherbergt er das >> Theater Nestroyhof Hamakom.
Die angrenzende Praterstraße war
die ehemalige Jägerzeile und später das Wohnviertel berühmter Künstler, wie
Arthur Schnitzler, Josef Lanner oder Johann Strauß - Vater und Sohn, wobei
letzter dort den „Donauwalzer“ komponierte. Schließlich führt die Exkursion
durch die Zirkusgasse und die Ernst-Renz-Gasse zum Praterstern, wo
sich im Schatten des Nordbahnhofs
als größten Bahnhof der gesamten Habsburgermonarchie ab der zweiten Hälfte
des 19. Jahrhunderts ein Vergnügungsviertel entwickeln konnte. Die Exkursion
endet beim Wiener Riesenrad. Treffpunkt: 13.30 Uhr Donauturm, Haupteingang Wer am Donauturm Mittagessen möchte, der möge sich bereits um
12.30 Uhr im Restaurant am Donauturm einfinden. Derzeit gibt es das
Kombi-Angebot: >> Turm rauf, Preis
runter Wer möchte kann sich den Konferenzgästen anschließen, die um
13.00 Uhr vom Hotel Capri in der Praterstraße abgeholt und zum Donauturm
begleitet werden. Kosten: Die Führung selbst ist kostenlos. Kosten für Tickets der Wiener Linien, Eintritte Donauturm
und/oder Riesenrad sind direkt vor Ort zu bezahlen: Donauturm: EUR 6,90 Erwachsene; EUR 5,50 Senioren und
Studierende Riesenrad: EUR 9,00 Kombiticket Donauturm und Riesenrad: EUR 12,70 Kombiticket Donauturm „Turm rauf, Preis runter“ (Liftfahrt und
Menü): EUR 17,70; dieses Angebot muss vorab über die Internetseiten des
Donauturms reserviert werden! Teilnahme und Anmeldung: Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Da die TeilnehmerInnenzahl beschränkt ist, bitten wir jedoch
um vorherige Anmeldung unter: office@konak-wien.org >>
Übersicht Kulturveranstaltungen >>
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